Zwei heimische Betriebe in den Top 10

Eisengießerei Fritz Winter und Roth Industries gehören zu den besten zehn Mittelstandsunternehmen in Hessen. Sie zählen zu den leistungsstärksten Mittelständlern Hessens: Im aktuellen Ranking „Top Mittelstandsunternehmen“ des Magazins „Markt und Mittelstand“ belegen die Eisengießerei Fritz Winter aus Stadtallendorf und die familiengeführten Roth-Unternehmen aus Buchenau Plätze unter den Top 10.

Die Stadtallendorfer Eisengießerei Fritz Winter kam bei der Auswertung auf Platz 3, Roth Industries schaffte es auf Platz 8. Auf Platz 15 der besten 50 Mittelständler Hessens hat es der Maschinenbauer Weber Food Technology aus Breidenbach geschafft.

Roth Industries schaffte es auf Platz 8

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, vor allem, weil neben klassischen Kennzahlen auch Faktoren wie Nachhaltigkeitsengagement, Arbeitgeberattraktivität und Ausbildung in die Bewertung einfließen“, sagt Christin Roth-Jäger, CEO der Roth Industries.

Zu der familiengeführten Unternehmensgruppe gehören in der Region auch die Firmen Roth Werke und Roth Services in Dautphetal-Buchenau, Roth Plastic Technology in Dautphetal-Wolfgruben, Roth Hydraulics in Biedenkopf-Eckelshausen sowie Roth Composite Machinery in Dautphetal, Steffenberg und Burgwald.

Rangliste basiert auf 39 Kriterien

Insgesamt zählen nach eigenen Angaben 27 Produktions- und Vertriebsbetriebe weltweitmit knapp 1.300 Mitarbeitern zur Roth Industries GmbH & Co. KG. Die Unternehmensgruppe produziert Energie- und Sanitärsysteme, aber auch Speichertechnik und Kunststoffprodukte. Zudem ist sie im Maschinen- und Aggregatebau tätig. „Die gute Platzierung bestätigt unsere nachhaltige Unternehmensstrategie und den Einsatz aller Beschäftigten, die sich täglich mit ihrem Können und Wissen, ihrem Qualitätsanspruch und ihrem Verantwortungsbewusstsein einbringen“, betont Roth-Jäger.

Die „Top Mittelstandsunternehmen“-Rangliste basiert auf einem wissenschaftlich fundierten Kriterienkatalog mit 39 quantitativen und qualitativen Bewertungsfaktoren. Sie wird, so heißt es in einer Pressemitteilung, als Referenzmaßstab von Experten des Informationsnetzwerks „Die Deutsche Wirtschaft“ (DDW) gemeinsam mit der Deutschen Exzellenzprüfung erstellt. Neben betriebswirtschaftlichen Leistungskennziffern wie Umsatz, Wachstum und Beschäftigtenzahl fließen auch Aspekte wie Innovationskraft, Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung, Arbeitgeberattraktivität sowie digitale Sichtbarkeit und Transformationsfähigkeit in die Bewertung ein.

Stadtallendorfer Eisengießerei auf Platz 3

Die drittplatzierte Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG in Stadtallendorf hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie durchaus transformationsfähig ist: Das im Jahr1951 gegründete Familienunternehmen mit weltweit mehr als 3.500 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von rund 966 Millionen Euro stellt vor allem gusseiserne Zubehörteile für die Automobilindustrie her.

In den vergangenen sechs Jahren hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als220 Millionen Euro investiert – unter anderem in nachhaltige und umweltschonende Gießverfahren. „Unser Ziel ist es, ressourcenschonende Produkte in der Automobil-,Nutzfahrzeug- und Hydraulikbranche zu schaffen und zu beweisen, dass Industrie und Umweltschutz Hand in Hand gehen können“, heißt es auf der Webseite des Unternehmens.

Davon hatte sich im vergangenen Frühjahr auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überzeugt. Er hatte bei einem Werksbesuch in Stadtallendorf auch die sogenannte Kathedrale besichtigt. Im Inneren dieser Werkshalle steht ein moderner Elektro-Tiegelofen, der Eisen für die Produkte der Eisengießerei schmilzt. Die Anlage, die 2024 in Betrieb genommen wurde, gilt europaweit als einzigartig und ist für das Unternehmen ein großer Schritt hin zu einer klimaneutralen Produktionszukunft.

Platz 15: Maschinenbauer Weber aus Breidenbach

Bei Weber Food Technology SE & Co. KG aus Breidenbach setzt man seit 1981 mit Innovationskraft, Qualität und Kundennähe Maßstäbe. Begonnen hat damals alles mit der Herstellung von Entschwartungs- und Entvliesmaschinen, sogenannten Skinnern, die auch noch heute fester Bestandteil des Produktportfolios sind. Mittlerweile hat sich Weber zu einem der führenden Systemanbieter für Aufschnittanwendungen entwickelt. Vom gewichtsgenauen Schneiden bis zum präzisen Einlegen und Verpacken von Wurst, Fleisch, Käse und veganen Ersatzprodukten entwickeln und produzieren rund 2.100Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter komplette Schneide- und Verpackungslinien für die Verarbeitung von Lebensmitteln. Weber ist an 27 Standorten in 22 Nationen vertreten. „Wir sind stolz darauf, ein starker Partner der lebensmittelverarbeitenden Industrie zus ein“, erklärt das Unternehmen auf seiner Internetpräsenz. Weber befindet sich seit der Gründung in Familienbesitz und wird heute in zweiter Generation von Tobias Weber als CEO, dem ältesten Sohn des Firmengründers Günther Weber, geleitet. Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Klimaschutz hat sich das Unternehmen schon seit Jahren auf die Fahne geschrieben und ein klares Ziel gesetzt: die CO2-neutrale Produktion.

Oberhessische Presse, Katharina Kaufmann-Hirsch, 25.10.2025

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