Wirtschaftliche Besonderheiten der Region

Die Wirtschaftsförderung Marburg-Biedenkopf stellte sich bei Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Marburg vor. Bei der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft in Marburg-Cappel ging es um Wirtschaftsförderung im Kreis, die Aktivitäten der Kreishandwerkskammer und das Berufsbildungszentrum.

Interesse an Digitalisierung und neuen Produkten

Stadträtin Sevim Yüzgülen (SPD) begrüßte zu Beginn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Handwerk stehe vor Herausforderungen durch die Digitalisierung, den Fach- und Arbeitskräftemangel und Änderungen im Ausbildungsmarkt. Das Programm „Talentscouts“ ebne jungen Menschen einen Weg in die berufliche Zukunft. „Es macht Jugendlichen Mut, sich für eine duale Ausbildung zu entscheiden“, sagte sie.

Tobias Kurka stellte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Marburg-Biedenkopf vor. Besonders vorteilhaft sei die Lage vom Landkreis in Deutschland und Hessen – „sie ist ein großes Pfund“, sagte Kurka. Durch die neue Autobahn 49 wurde Kurka zufolge der Standort wirtschaftlich noch attraktiver und besser erreichbar, sowohl für Auftraggeberinnen und -geber als auch für Arbeitskräfte.

Der zweite Sektor – die Industrie – sei im Landkreis überproportional oft vertreten, es gebe viele Großbetriebe und große mittelständische Unternehmen. Zudem gebe es viele Gründungen und neue Ideen, auch aufgrund der Hochschulen. Die Gesellschaft führte eine Unternehmensbefragung bei 980 Unternehmen durch. Rund 200 antworteten. Die Themen Digitalisierung, Neueinstellung sowie neue Dienstleistungen und Produktewaren ihnen am wichtigsten.

Anzahl der Mitglieder und Auszubildenden bleibt gleich

Die meisten Lehrgänge der Kreishandwerkerschaft werden gut angenommen, sagte der Geschäftsführer Meinhardt Moog, vor allem zu Gesundheit und Arbeitssicherheit. „Es gibt unglaublich viel Nachfrage nach Fortbildung im Handwerk“, sagte er. Zu den Schulungen über Unternehmensnachfolge könnte es noch mehr Nachfrage geben. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge sei „sehr konstant“. Gerade die Praktikumswoche sah Moog als eine Gelegenheit, um junge Leute kennenzulernen. Er wünscht sich aber, dass das Handwerk dabei noch besser repräsentiert wird. Auch die Anzahl der Mitgliedsbetriebe sei mit 570 „stabil geblieben“. Andreas Fiedler berichtete über das Berufsbildungszentrum (BBZ). Seit Kurzem eröffnete darin erneut ein Kiosk. Dieser werde von den Auszubildenden gutangenommen. Das Berufsbildungszentrum hat auch neue Dozentinnen und Dozentengewonnen. Das BBZ baute außerdem seinen Social-Media-Auftritt aus.

Oberhessische Presse, Samstag, 9. Mai 2025

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